SEXUELLER MISSBRAUCH

Kampf gegen Vorverurteilung

Jedes Jahr geraten eine Vielzahl von Menschen, vor allem Männer, unschuldig in Verdacht, ein Sexualtäter zu sein. Volkes Stimme ist schnell verlockt, Verdächtige vorzuverurteilen und ihnen selbst im Falle der Verfahrenseinstellung oder des Freispruches keine zweite Chance zu geben, auch wenn der Verdächtige bis dahin ein untadeliges Leben geführt hat. Das mag daran liegen, dass die meisten Menschen nichts von der Beurteilung von Aussagen verstehen, und deshalb intuitiv nach ihrem Eindruck und ihrer Vorstellung urteilen.

 

Der, der von einem solchen falschen Sexualvorwurf betroffen ist, muss sich also nicht nur gegen die Strafjustiz, sondern gegen die ungerechtfertigte Rufschädigung und Ächtung wehren. Seine Mittel sind naturgemäß begrenzt. Bestreitet er den Vorwurf, wird ihm meist mit Blick auf die belastende Aussage des Kindes nicht geglaubt. Auch wird er in nur seltenen Fällen selbst seine Unschuld beweisen können, denn meist geht es um Sachverhalte, bei denen außer dem Kind und dem Beschuldigten niemand sonst dabei war, so dass es keine weiteren Zeugen gibt. 

 

Effektiv kann man gegen den ungerechtfertigten Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern demnach nur verteidigen, wenn man sich mit der belastenden Aussage des Kindes befasst und diese auf Mängel untersucht. Ist der Vorwurf falsch, muss der Fehler in der Aussage zu finden sein.  Dabei kommt es nicht so sehr auf rechtliche, als auf aussagepsychologische Gesichtspunkte an, die der Strafjurist meist nicht genügend kennt, weil er - obwohl der Zeuge das häufigste Beweismittel im Strafprozess ist - die psychologische Aussagebeurteilung nicht erlernt.

 

Strafverteidigerin Gabriele Jansen ist spezialisiert darin, Zeugenaussagen zu beurteilen. Sie ist Expertin in Aussagepsychologie und Autorin des Fachbuches "Zeuge und Aussagepsychologie", 2. Auflage, 2012.

 

Sie hat die Aussagepsychologie in dem bislang größten sexuellen Missbrauchsverfahren der Bundesrepublik, dem spektakulären Wormser Missbrauchsverfahren, in dem sie den Hauptangeklagten verteidigt hat, durch dort tätige wissenschaftlich ausgewiesene Rechtspsychologen kennengelernt.

 

Heute verfügt Strafverteidigerin Gabriele Jansen über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Verteidigung von Sexualstrafvorwürfen und blickt auf eine 80 %ige Einstellungsquote in sexuellen Missbrauchsverfahren bundesweit. Das Erfolgsrezept besteht in der akribischen Befassung der einzig den Mandanten belastenden Aussage, bei der neben aussagepsychologischen, sozial- und entwicklungspsychologische Kenntnisse erforderlich sind.

 

Selten machen Kinder eine bewusst falsche Aussage, meist liegt der "Fehler" im mangelnden Verständnis der Strafjustiz in der Beurteilung von Suggestionseffekten, die nicht schon nicht hinlänglich bekannt sind und deeshalb auch nicht beachtet werden. Gedächtnispsychologische Erkenntnisse können erklären, warum zum Beispiel die Voreinstellung auf ein bestimmtes Geschehen, schon die Wahrnehmung beeinträchtigen und damit zu einer falschen Aussage führen kann.

 

Kindliche Aussagen spielen vor in den Deliktsbereichen sexueller Missbrauch von Kindern, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Todesfolge, sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen und sexueller Missbrauch von Jugendlichen eine Rolle.

 

 

 

 

 

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Aussage-psychologische

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GABRIELE JANSEN

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Strafrecht

 

Hohe Strasse 115

T 0221 - 2576871

F 0221 -2576846

jansen-gabriele@t-online.de



 

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Gabriele Jansen bietet Rechtsanwälten 

Seminare in  ihrem Spezialgebiet Beurteilung von Zeugenaussagen an.                           

 

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